03.04.2017 - Weiter Richtung Kroatien

Nach dem Frühstück legen wir kurz nach sieben Uhr früh in Reggio ab. An der Innenseite des großen Hafenbeckens liegen eigentümlich wirkende Boote die nicht hierher passen – Flüchtlingsboote?

Das unruhige Wetter des Vortages und der Nacht hat sich gelegt. Der Himmel bietet interessante Wolkenkompositionen.
Unser Ziel ist Santa Maria di Leuca auf dem “Absatz” des italienischen Stiefels.

Große Frachter sind in einiger Entfernung zu sehen, Sizilien im Hintergrund.

Die italienische Küste erweist sich als sehr abwechslungsreich.

Was guckst du?

Wind und Wellen legen zu.
Eine Haifischflosse verfolgt uns kurze Zeit…

Langgezogene Wellen bauen sich hinter der “White Bird” auf. Mit achterlichem Wind rauschen wir unter Genua-Besegelung dahin.

Der Wind flaut ab, die Wellen werden kleiner.
Wir bekommen Besuch von einer Hummel.

Und irgendwie bedeuten die auftauchenden Wolken nichts Gutes…

Die Lösung: Manöverschluck…

Ein kleiner Vogel legt eine Rast bei uns ein 🙂

Gemeinsam werden Knoblauchspaghetti mit viiiieeelll Knoblauch zubereitet.

… und auch der Abwasch danach kann Spaß machen.

Eine wunderschöne Abendstimmung bietet sich uns.
Bald geht es ab in die Kojen bzw. zur Wache – die dunklen Wolken, die am Horizont auftauchen und die Wettervorhersage lassen erahnen, dass es eine anstrengende Nacht werden kann.

04.04.2017 - Zwischenziel: Santa Maria de Leuca

Wenig Schlaf, Regen, Gewitter, Wellen – eine Kurzbeschreibung der letzten Nacht:
Der Ort Crotone lag gegen Mitternacht querab – die Lichter der Stadt waren gut sichtbar. Der zunehmende Mond tat seiniges dazu.
Dann versteckte sich der Halbmond immer mehr hinter dunklen Wolken. Vor uns lag eine Gewitterfront. Bei starkem Regen begleitet von großen Wellen streiften wir diese Unwetterfront.
An Schlaf war für die restliche Crew in ihren Kabinen kaum zu denken.
Der nächste Morgen zeigt sich dann in vielen Blautönen.

In den Morgenstunden haben wir den Golfo di Sqillace bereits zur Hälfte durchquert.

Dann nähert sich abermals ein Gewitter, Wellen und Wind legen zu.

Die Gewitterwolken haben sich aufgelöst – und Geri “Sochn” ist in seinem Element!

Die “White Bird” rauscht auf Halbwind-Kurs dahin.

Bernhard (“jeder sollte sich seinen Bernhard leisten”) hat alles im Griff :-))

Erika überwacht das Geschehen 😉

Um die Mittagszeit ist Santa Maria di Leuca mit seinem markanten Leuchtturm in Sicht. Der 1864 erbaute Leuchtturm ist eines der Wahrzeichen der Stadt und einer der imposantesten Italiens. Erika und Bernhard bereiten die Fender zum Anlegen vor.

Santa Maria di Leuca empfängt uns mit seinem ganz eigenen Flair.
An der Höhe der Kaimauer ist zu erahnen, dass das Meer hier seine Kräfte zeigen kann.

Wir machen an einem zu dieser Jahreszeit wenig belegten Stege an einer Mooringleine fest.
Neben uns liegt ein Schiff, das Erinnerungen an die “Tohuwabohu” aus der Serie “Der Sonne entgegen” aufkommen lässt – mit französischer Flagge halt 😉

Badeplattform runter, Brettl (Gangway) raus – wir geniessen den Platz im Cockpit, den unsere Beneteau Oceanis 41.1 mit einer Breite von 4,20 m bietet.

Ein kurzer Besuch im Office von Porto Touristico Marina de Leuca. Die Liegegebühr für eine Nacht beträgt um diese Jahreszeit 19,– Euro 🙂
Dann geht es daran den Ort zu erkunden.
Auf dem Gebiet der Ortschaft liegt der südlichste Punkt Apuliens, der den Schnittpunkt zwischen dem Ionischen und dem Adriatischem Meer darstellt bzw. den Übergang zwischen dem Golf von Tarent und der Straße von Otranto.

Uns faszinieren die Palmenpromenade …

… die tolle Aussicht…

… die Häuser.

In einem Geschäft werden einige Lebensmittel erstanden um unsere Vorräte aufzufüllen. Ein Restaurant für das Abendessen wird ausfindig gemacht.

Abendstimmung – einfach nur schön.

Am Abend peilen wir hungrig das ausgewählte Lokal an.

Rudi “Dings” teilt unsere Meinung, dass der Ort einen Besuch wert ist 🙂

Im Restaurante Cafe do Mar werden neben frischem Fisch auch selbstgemachte Nudelspezialitäten angeboten, die sehr verführerisch dargeboten werden.

05.04.2017 - Adria, wir kommen!

Eine Überraschung zum Frühstück!
Bernhard hat am Morgen von einem nahegelegenen Cafe einen süßen Morgengruß geholt – was würden wir nur ohne unseren Bernhard machen?

Gestärkt und gut ausgeruht starten wir unsere letzte größere Etappe, die uns vom Ionischen Meer in die Adria bis nach Kroatien führen soll.
Diese Überfahrt hat ein Länge von rund 200 nm und wird etwa 40 Stunden dauern.

Die Hafenmauer von Santa Maria de Leuca ist beeindruckend. Die hohe Mauer wird mit großen Betonblöcken befestigt.

Wenig Wind, kaum Wellen und Sonne…

Kurz nach der Ausfahrt kommt uns einiges an Treibgut entgegen. Ein Ast verfängt sich – aber Bernhard hat wieder alles im Griff 😉

Wir passieren Capo Diotranto – hier beginnt die Adria.
Die ruhige Meeresoberfläche und das Wolkenspiel am Himmel bieten tolle Fotomotive.

Eine gute Gelegenheit die elektrisch ausfahrbare Badeplattform auszuprobieren. Der ideale Platz um die Sonnenstrahlen zu genießen.

Es soll uns nie schlechter gehen 😉

Auf Höhe Brindisi herrscht starker Schiffsverkehr.

Fähren und vor allem Frachter haben hier ihre Schiffswege.

Wir freuen uns immer wieder über Delfinbesuche.

In einiger Entfernung entdecken wir etwas Buntes im Meer, unsere Neugierde ist geweckt! Unser Fang entpuppt sich als ein Luftballongruß.

Fischrisotto mit Meeresfrüchte und Gemüse. Es gibt keinen schöneren Platz für das Reiben von Parmesan als das Cockpit eines Schiffes ;-).

Sundowner und gute Musik…

Prost!

Der Tag neigt sich mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang seinem Ende zu.

06.04.2017 - Ankunft in Kroatien

Die vergangene Nacht bescherte uns wenig Schlaf, viele Wellen, Wind “auf die Nase”, Regen…
Um 01:30 Uhr hatten wir die Sonderboje E2-M3A backbord querab, kurz danach passierten wir die Grenze zu Kroatien, begleitet von starkem Regenfall.
Der darauffolgende Morgen begrüßt uns mit Sonnenschein, wenigen Wolken und Wind um die 7 kn.
Geri serviert sehr gekonnt Schiffspfanne zum Frühstück.

Delfine kreuzen mehrmals unseren Weg.

Was guckst du immer?

Aja – die italienische Gastlandflagge muss auch runter 🙂

Unsere Route der vergangenen 24 Stunden.

Land ist in Sicht! Die Insel Lastovo voraus.

Unser Kühlschrank birgt noch viel Gutes – beispielsweise eine köstliche französische Salami.

Ein Drink zum Sonnenuntergang…

… lässt Stimmung aufkommen 🙂

Flaschenpost – ein Brief wird verfasst und wasserdicht verpackt.

Wir sind gespannt ob sie jemand findet…

Die Drei auf der Brücke 😉

Das Ende des Törns nähert sich – schade!

Nach dem Einklarieren verbringen wir unsere letzte Nacht vor dem Eintreffen im Zielhafen im verträumt wirkenden Veli Luka auf Korcula. Um diese Jahreszeit wirkt der kleine Ort verschlafen und idylisch.

Abendstimmung im Hafen …

In der Konoba Ribar gönnen wir uns Steak und Oktopussalat, sowie den unumgänglichen Travarica, und geniessen den letzten Abend auf unserer Reise.

07.04.2017 - Der letzte Schlag zum Zielhafen

Am Vormittag verlassen wir wehmütig den Ort Vela Luka, der uns sicher in Erinnerung bleiben wird.

Mit dem baldigen Erreichen unseres Zieles steht auch das Ende unserer gemeinsamen Reise bevor – wir lassen uns aber nicht unterkriegen und geniessen mit guten Stimmung die Zeit an Bord!

Das Cockpit wird zur Tanzfläche …

… bei schönem Segelwind und blauem Himmel.

Der Schiffsverkehr nimmt zu je näher wir unserem Zielhafen Kastela bei Split kommen. Fähren kreuzen unseren Weg.

Die großen Fenster im Salon und in den Kabinen bieten einen wunderbaren Ausblick.

Brigitte entdeckt vieles das Wert ist festgehalten zu werden.

Die Durchfahrt zwischen Solta und Brac liegt vor uns.

Institut für Oceanographie und Fischerei bei der Einfahrt in die Bucht von Kastela.

Die Marina Kastela ist in Sichtweite. Bernhard und Erika machen die Fender und Leinen bereit.

Die gut geschützte Einfahrt der Marina.

Wir legen am Steg B an. Ab jetzt wird hier die Heimat der “White Bird” sein.

Stolz die “White Bird” den Weg von Frankreich hierher gebracht zu haben und gleichzeitig wehmütig, dass unsere gemeinsame Zeit viel zu rasch verstrichen ist, lassen wir uns am Heck unseres weissen Vogels nieder und geniessen die Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne.